Weinbau Madonnenberg Schriesheim e. V.
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Weinlese 2018

SCHRIESHEIM HOBBYWINZER TREFFEN SICH ZUR ARBEIT AUF DEM MADONNENBERG / HELFER SCHÄTZEN ENTSPANNTE ATMOSPHÄRE

 

Bürgermeister packen bei der Lese mit an

24. September 2018 Autor: Gerlinde Gregor

 

 

© Gregor

 

Auf dem Schriesheimer Madonnenberg trafen sich ein Dutzend Hobbywinzer zur gemeinsamen Weinlese.

 

„Wie viele Öchsle mögen in diesem Jahr die Rieslingtrauben wohl haben“, darüber grübelten die Hobbywinzer, die sich an diesem Samstagvormittag die Trauben im höchsten Weinberg Schriesheims einzubringen. Ohne Refraktometer war das allerdings schwer zu ermitteln. Da brauchte es schon einen ganz empfindlichen Gaumen. „Ich schätze, es sind um die 85 Öchsle“, schätzte Bürgermeister Höfer mit seinem Gaumen augenzwinkernd den Öchslegehalt.

 

13 ehrenamtliche Hobbywinzer hatten sich auf den beschwerlichen Weg zum höchsten Weinberg aufgemacht, um unter der Statue der Madonna die von ihr beschützten Trauben zu lesen. „So viele Freizeitwinzer wie in diesem Jahr, hatten wir schon lange nicht mehr“, bestätigte Höfer.

Er freute sich ganz besonders, dass in diesem Jahr einige seiner Amtskollegen aus den Nachbargemeinden seiner Einladung gefolgt waren. „Weder in Heddesheim noch in Wilhelmsfeld gibt es Weinberge und ich wollte sie an diesem Erlebnis teilhaben“, begründete Höfer seine Einladung. Gemeinsam mit ihm ließen die beiden Alt-Bürgermeister Rainer Ziegler aus Ladenburg und Hans Zellner aus Wilhelmsfeld wie die beiden amtierenden Bürgermeister Michael Kessler aus Heddesheim und Christoph Oeldorf aus Wilhelmsfeld Trauben um Trauben in die Eimer fallen.

 

Ganz andere Gesprächskultur

 

„Als Junge habe ich schon öfter bei der Lese mitgeholfen“, erzählte der Wilhelmsfelder Bürgermeister, dem die Arbeit recht flott von den Hand ging und der auch nach knapp zwei Stunden keine Ermüdungserscheinung zeigte. Er sei gerne der Einladung gefolgt, könne man hier in entspannter Atmosphäre einiges besprechen. „Hier ist es anders als am Verhandlungstisch, das ist eine ganz andere Gesprächskultur“.

 

Für den ehemaligen Sparkassenvorstand Rüdiger Hauser gehört die alljährliche Weinlese auf dem Schriesheimer Madonnenberg zu einem festen Bestandteil in seinem Terminkalender. Für ihn sei es das Highlight des Jahres und er freue sich auf die guten Gespräche und das Wiedersehen mit alten Freunden. „Seit gut 20 Jahren bin ich mit dabei“, überlegte er.

 

„Jahrgang wird sensationell“

 

Auch für die beiden Damen Romy Schilling und Isolde Nelles, die fast immer bei der Lese dabei sind, bedeutet es eine willkommene Abwechslung. „Der Jahrgang 2018 wird einfach sensationell“, davon war die echte Weinkennerin Romy Schilling überzeugt. Sie ging sogar so weit, dass sie die Prognose abgab, er werde einem Crémant ebenbürtig sein. Nach getaner Arbeit – das war um das Mittagsläuten – wartete auf alle eine deftige Brotzeit, die zünftig unter der Madonna eingenommen wurde.

 

© Mannheimer Morgen, Montag, 24.09.2018

 

Weinlese 2017

Schriesheim 21 Helfer im bekannten Wingert im Einsatz

 

Fröhliche Weinlese auf dem Madonnenberg

 

 

Nach dem etwas trüben und kühlen Herbstwetter der vergangenen Tage zeigte sich der Samstag von seiner besten Seite. Bei blauem Himmel, Sonne und Temperaturen, die bis an die 20-Grad-Grenze reichten, machte es den Hobbywinzern des Madonnenbergvereins richtig Spaß, gemeinsam mit gleichgesinnten Weinkennern die prallen und saftigen Riesling Trauben fachmännisch von den Rebstöcken zu schneiden.

 

Eine Anleitung benötigten die Madonnenbergwinzer nicht, sind sie doch im Laufe der Jahre selbst zu echten Profis geworden. Unter den wachsamen und gütigen Augen der Madonna machten sich an diesem Samstag bereits vor zehn Uhr insgesamt 21 Erntehelfer an die Arbeit.

 

Über den gesamten Sommer wachte die Himmelsfürstin über die Reben und bescherte auch in diesem Jahr den Hobby- und Freizeitwinzern des Madonnenbergvereins eine reiche Ernte. "Es ist eine Freude und willkommene Abwechslung, hier im Herbst arbeiten zu dürfen", freute sich Bürgermeister Hansjörg Höfer, der gerne seinen Kugelschreiber gegen die Rebschere eintauschte.

 

Zu den prominenten Freizeitwinzern zählte auch Landrat Stefan Dallinger. "Es macht so richtig Spaß", sagte der Landkreis-Chef, und auch Bürgermeister Höfer hatte seine helle Freude am gemeinsamen Tun.

So wanderte Rebe um Rebe in die Kübel, die von den polnischen Erntehelfern in die Tragekörbe gefüllt wurden, auf dem Rücken der Helfer wurden sie dann zu den großen Behältern gebracht, die mit den Traktoren in die Ebene gefahren wurden.

 

Wie viele Oechslegrade mochte die Ernte wohl haben? Das war die Frage, welche die prominenten Hobbywinzer beschäftigte. Da aber niemand über einen Refraktometer verfügte, wurden sie nur geschätzt. "Geschmeckt haben sie einen Wert um 85,5 Grad Oechsle", scherzte Dallinger, der sich selbst weniger als Weinkenner denn als Weintrinker bezeichnete. "Es war ein gutes Jahr", spekulierte er.

 

Von Bürgermeister Höfer war zu erfahren, dass die Trauben gesund sind, der Ertrag aber um ein Drittel niedriger als im letzten Jahr liege.

 

So ging das Herbsten schnell und zügig von der Hand. Traube um Traube wanderte in den Eimer, so manche wurde auch verkostet und als gut bewertet.

 

"Wir werden in diesem Jahr wieder nur Sekt machen", berichtete Höfer: "Ich bin mir schon jetzt sicher, dass auch der Sekt 2017 wieder eine Medaille erhalten wird", sagte er. "Im letzten Jahr wurde er mit einer Goldmedaille ausgezeichnet". Nach getaner Arbeit wartete auf alle eine deftige Brotzeit. greg

 

© Mannheimer Morgen, Montag, 25.09.2017

 

Bei der Weinlese auf dem Madonnenberg sind wie immer einige Prominente dabei, allen voran Landrat Dallinger (2. v. l.) und Bürgermeister Höfer (2. v. r.).

© Gregor

 

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