Weinbau Madonnenberg Schriesheim e. V.
Weinbau Madonnenberg Schriesheim e. V.

Was 1989/90 hoch über der Stadt in ehrenamtlicher Arbeit geschaffen wurde, liegt jetzt auf mehrere Meter Länge in Trümmern.

 

Trockenmauer auf dem Madonnenberg eingebrochen.

 

Im Jahr 2009, da beging unser Verein mit glanzvoller Feier den 20. Geburtstag. Wenige Wochen danach ist ein Herzstück unserer ökologischen Aktivitäten arg lädiert: Auf mehrere Meter Länge ist die Trockenmauer zusammengebrochen.

 

 

Schriesheim: Mauern auf dem bekanntesten Weinberg der Stadt sind erneuert worden / Kosten von über 300 000 Euro

 

Bürgermeister Höfer und Stadtbaumeisterin Fath vor den sanierten Stützmauern auf dem Madonnenberg. Die EU hat die Kosten kräftig bezuschusst.

©  rick

 

Brüssel stützt Madonnenberg

 

Wer sich einmal auf den steilen Weg hinauf zum Madonnenberg gemacht hat, der wird nahe dem Rückhaltebecken ein Schild erblicken, auf dem die Flagge der Europäischen Union zu sehen ist. Was auf den ersten Blick etwas fehl am Platze wirkt, ist allerdings ein Hinweis darauf, dass auch Schriesheim von den Geldmitteln der EU profitiert. Konkret mit seinem Madonnenberg.

 

In den vergangenen Jahren hatte es am Madonnenberg immer wieder Probleme mit Schutt und Geröll auf den Feldwegen gegeben. Spätestens, nachdem der Frost kleinere Teile einer Trockenmauer abgesprengt hatte, stand fest, dass sowohl Trocken- als auch Stützmauern einer Sanierung bedurften. "Das ist jedoch der erste Hang, den wir saniert haben, bevor wirklich etwas runtergekommen ist", merkte Bauamtsleiterin Astrid Fath bei einer Begehung des Geländes in dieser Woche an.

 

Von Oktober 2013 bis in den April dieses Jahres hatten die durch das Wetter teilweise kurz unterbrochenen Arbeiten gedauert. Man habe dabei auch den Naturschutz beachten müssen, so Fath. Zudem hätten "keine idealen Rahmenbedingungen" vorgeherrscht. Zur Sanierung der Stützmauer wurden beispielsweise in einem "relativ aufwendigen" Verfahren Erdnägel verwendet.

 

Fachfirmen sind selten geworden

 

Inzwischen ist es außerdem schwierig geworden, Betriebe zu finden, die qualitativ hochwertige Trockenmauern errichten können: "Das ist eine aussterbende Zunft". Zusätzlich wurde neben den Mauern auch der Weg gerichtet und saniert, um einen besseren Abfluss des Niederschlags gewährleisten zu können.

 

Alles in allem hat man sich die Sanierung rund 310 000 Euro kosten lassen, von denen die Stadt allerdings nur einen geringen Teil aufbringen muss. Denn hier kommt wieder die Europäische Union ins Spiel: Durch den ELER, einen Entwicklungsfonds der EU für Landwirtschaft und ländlichen Raum, bekommt das Land Baden-Württemberg einen Zuschuss. Einen Teil dieser Förderung hat das Land seinerseits für seinen Zuschuss von rund 231 000 Euro zur Sanierung des Madonnenbergs verwendet.

 

Zu diesen einmaligen Ausgaben kommen in Zukunft laufende Kosten zur Instandhaltung auf die Stadt zu. "Es ist klar, dass das ein sehr großer Unterhaltungsaufwand ist", so Höfer, der es sich bei der Begehung nicht nehmen ließ, auch ein paar Reben im Wingert zu kontrollieren. Apropos: Wenn in den kommenden Monaten geherbstet wird, wird der Weg auf den Madonnenberg voraussichtlich kein Ärgernis mehr für die Winzer darstellen.

 

Seine Krönung erfährt das Madonnenberg-Jahr schließlich wie gewohnt beim feierlichen Weinkonvent mit Vorstellung des neuen prominenten Ehrenpaten. Wie es aussieht, das bestätigte Bürgermeister Höfer beim Pressetermin auf Nachfrage, wird wohl auch der Vorjahres-Preisträger dabei sein: Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

 

© Mannheimer Morgen, Samstag, 09.08.2014

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c/o Rathaus

Friedrichstr. 28 - 30
69198 Schriesheim

Telefon: +49 6203 602101

E-Mail: madonnenberg@web.de

 

 

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