Weinbau Madonnenberg Schriesheim e. V.
Weinbau Madonnenberg Schriesheim e. V.

 

Claus Kretz, Vorsitzender 1996 - 2007

 

Geboren am 22. September 1950 in Speyer, dort auch Besuch des Gymnasiums, Jura-Studium in Heidelberg und Münster. 1975 Erstes Staatsexamen, Referendariat beim Landgericht Heidelberg. 1978 Beamter auf Lebenszeit beim Regierungspräsidium Karlsruhe. 1980 Wechsel ans Landratsamt Heidelberg, zunächst Tätigkeit im Kommunalrechtsamt, 1981 Leiter des Umweltamtes. Bundesweite Publizität durch effektives Handeln nach Entdeckung von Dioxin im Sickerwasser der Sonderdeponie Malsch, 1986 Technischer Dezernent des Rhein-Neckar-Kreises, 1987 Ernennung zum Regierungsdirektor.

 

1993 stellvertretender Landrat („Erster Landesbeamter“) im Landkreis Karlsruhe, im Mai 1997 mit 77 von 91 Stimmen Wahl durch den Kreistag zum Landrat des Landkreises Karlsruhe (400.000 Einwohner). Seit 1996 zunehmende publizistische und politische Kritik, schließlich Akteneinsichts-Ausschuss des Kreistages und staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren wegen einer so genannten „Miet-Affäre“.

 

Tätigkeit im Madonnenberg-Verein: Am 10. Oktober 1996 Wahl zum Vorsitzenden. Ausgezeichneter Repräsentant des Vereins, u. a. mit rhetorisch brillanten Reden auf den Konventen. Versierter Verhandlungsführer, unter anderem in den komplizierten Gesprächen um den Wiederaufbau der abgerissenen Weinberg-Hütte oder die Lockerung des Spritzverbots auf dem Madonnenberg. - Am 23. Januar 2007 Freitod auf der Eisenbahnstrecke bei St. Leon-Rot, am 29. Januar 2007 Trauerfeier in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe, im engsten Familienkreis beigesetzt auf dem Friedhof Schriesheim.

 

Helmut Kühnle, Schatzmeister 1989 - 2008

 

Geboren am 7. Oktober 1930. Ausbildung zum Schifffahrts-Ingenieur, 1953 Eintritt in die wiederbegründete Reederei seines Vaters Peter Kühnle, darüber hinaus Gründung eines eigenen Schiffsbergungs-Unternehmens. 1958 am Rheinufer Bau des ersten Mannheimer Hochhauses (bekannt durch den Mercedes-Stern auf dem Dach).

 

Mit 22 Jahren 1953 Mitglied des Mannheimer Schifffahrtsvereins (MSV), 1972 dessen Vorsitzender. Als solcher 1978 Gründer des Mannheimer Rheinschifffahrts-Banketts im Kurfürstlichen Schloss zur Erinnerung an die Rheinschifffahrts-Akte von 1868. 1986 Initiative zur Rettung und Umwandlung des Raddampfers „Mainz“ zu einem „Museumsschiff“ mit festem Liegeplatz an der Mannheimer Kurpfalzbrücke, 1996 Ehrenvorsitzender des Mannheimer Schifffahrtsvereins. - Ehrungen: Goldene Bürgermedaille der Stadt Mannheim. Staufer-Medaille des Landes Baden-Württemberg, Bundesverdienstkreuz am Bande.

 

Tätigkeit im Madonnenberg-Verein: Am 20. Oktober 1989 Gründungsmitglied und von da an bis zu seinem Tode Schatzmeister des Vereins mit Abwicklung von Investitionen in Höhe von rund einer halben Million D-Mark. In der Affäre um die Weinberg-Hütte im September 1997 offener Protestbrief an Wirtschaftsminister Walter Döring: „Ich lasse mich in der Öffentlichkeit wegen einer Hütte - wenn auch in einem Schutzgebiet - nicht zu einem Rechtsbrecher abstempeln oder beleidigen.“ - Am 17. Oktober 2008 im Alter von 78 Jahren nach langer schweren Krankheit verstorben.

 

Herbert Gutfleisch, Kuratoriumsmitglied 1989 – 1998

 

Geboren am 9. Februar 1930 als Spross einer seit Generationen im Mannheimer Vorort Freudenheim ansässigen Handwerker-Familie. Besuch der Volksschule, Lehre als Maurer und Gipser. 1948 Eintritt in den väterlichen Gipser- und Stuckateur-Betrieb, 1954 Meisterprüfung. 1956 Gründung eines eigenen Gipser- und Stuckateur-Betriebes, 1964 Fusion mit dem väterlichen Betrieb und Vorstandsmitglied der Stuckateur- und Gipser-Innung, 1973 Obermeister. 1974 Vizepräsident, 1977 Präsident der Handwerkskammer Mannheim, mehrmals, zuletzt 1994, wiedergewählt. In seiner Amtszeit 1983 Bau des Ausbildungs- und Technologie-Zentrum im Stadtteil Wohlgelegen - 1997 Bundesverdienstkreuz.

 

Tätigkeit im Madonnenberg-Verein: Am 18. Oktober 1989 Gründungsmitglied und von da an qua Amt Mitglied des Kuratoriums. Bleibende Verdienste durch Organisation einer kostengünstigen Errichtung der Trockenmauern auf dem Madonnenberg sowie der Restaurierung der historischen Madonnenberg-Figur. In Anerkennung seiner Verdienste am 17. November 1995 Ernennung zum Ehrenpaten. - Am 18. Juni 1998 nach langer schwerer Krankheit im Alter von 68 Jahren verstorben. Zur bleibenden Erinnerung an ihn Benennung eines Saals im Ausbildungs- und Technologie-Zentrum der Handwerkskammer Mannheim in „Herbert-Gutfleisch-Saal“.

 

Reinhard Jussli, Kuratoriumsmitglied 1989 - 2003

 

Geboren 1942 in Rumänien, nach Kriegsende Übersiedlung nach Deutschland. Jura-Studium, 1971 Eintritt in den Landesdienst, zunächst in die Steuerverwaltung. 1984 im Range eines Leitenden Regierungsdirektors Chef des Staatlichen Liegenschaftsamtes Heidelberg und als solcher verantwortlich für den gesamten Grund- und Gebäudebesitz des Landes Baden-Württemberg in der Region Unterer Neckar. Mit Zusammenschluss der staatlichen Liegenschafts- und Bauverwaltung 1998 stellvertretender Amtsvorstand des neu geschaffenen Staatlichen Vermögens- und Hochbauamtes mit Sitz in Mannheim.

 

Tätigkeit im Madonnenberg-Verein: Mit Inkrafttreten des Kauf- und Pachtvertrages am 1. Dezember 1988 verantwortlich für den dem Land gehörenden Madonnenberg. Am 18. Oktober 1989 Gründungsmitglied des Madonnenberg-Vereins und seither qua Amt Mitglied des Kuratoriums. - Am 15. Dezember 2003 im Alter von 61 Jahren verstorben. Beigesetzt auf dem Friedhof von Heidelberg-Handschuhsheim.

 

Heinrich Rufer, Leiter des Weinberg-Teams 1998 - 2008

 

Geboren am 23. November 1922 in Schriesheim als Spross einer Familie, die seit Generationen im Besitz der in der gesamten Region bekannten Ölmühle am Kanzelbach ist. Zwei Tage nach dem Abitur 1940 zum Kriegsdienst eingezogen, erst 1947 nach langen Jahren der Gefangenschaft in Afrika, England und den USA Rückkehr in seine Heimatstadt. Übernahme der elterlichen Mühle sowie des landwirtschaftlichen Betriebes mit Feldern und Weinbergen.

 

1954 Mitglied der Winzergenossenschaft, 1958 auch deren Aufsichtsrates. 1962 Geschäftsführer. In seiner Amtszeit entscheidende Weichenstellungen: der zunächst umstrittene Beschluss, den Schriesheimer Wein beim Badischen Winzerkeller in Breisach ausbauen zu lassen, die Ausgliederung der Werbe- und Verkaufsaktivitäten in eine neu gegründete Weinbau- und Vertriebs-Genossenschaft, der Kauf des Gasthauses „Zum Hirsch“ und der Neubau des Kelterhauses im Gewerbegebiet. Nach 26 Dienstjahren zum 31. März 1988 Abgabe der Geschäftsführung.

 

1947 bis 1998, also über 50 Jahre lang, Schriftführer im Obst-, Wein- und Gartenbauverein Schriesheim. 1975 bis 1984 für die CDU Mitglied des Gemeinderates der Stadt Schriesheim mit Schwerpunkt in den Politikbereichen Finanzen und Stadtbildpflege.

 

Tätigkeit im Madonnenberg-Verein: Von April 1998 an bis zu seinem Tode als Nachfolger von Heinrich Krämer, Koordinator des „Schaffer-Teams“ im Weinberg des Madonnenbergs. Regelmäßige Übernahme von Führungen im so genannten „Madonnenberg-Keller“ unterhalb des Nebengebäudes des Historischen Rathauses. - Verstorben am 8. Januar 2008.

 

Heinz Mildenberger

 

Geboren am 8. August 1935 im Krankenhaus in Heidelberg, war er wie sein Zwillingsbruder Ludwig ein echter Schriesemer, so wie schon ihr Vater Friedrich, von Beruf Landwirt. Mutter Elise, geborene Glock, kam allerdings aus Hohensachsen. Gemeinsam besuchten die Zwillinge die Strahlenberger Schule, vor allem bei dem legendären Lehrer Schmitt. Danach jedoch trennten sich ihre Wege.

 

Heinz machte nach Abschluss der Schule eine Lehre in der Schlosserei Kling und begann danach als Schlosser "beim Benz" in Mannheim. 1995 ging er wie sein Zwillingsbruder in Rente und widmete sich von nun an verstärkt seinen Hobbys. Und dazu gehört ganz zuvorderst der Weinbau. 1970 trat er in die Winzergenossenschaft ein.

 

Jahrelang war Heinz Mildenberger unverzichtbarer Helfer der Genossenschaft bei Großveranstaltungen wie der Rock´n Riesling-Night oder bei Arbeiten auf dem Madonnenberg. Neben dem Wein gehörte seine Liebe und sein Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr seiner Heimatstadt. Er wurde 1955 aktives Mitglied und wechselte 1985 in die Altermannschaft, deren Vorsitzender er bis Januar 2011 war. Doch damit nicht genug: Zu Weinbau und Feuerwehr gesellte sich der Chorgesang. Heinz war mehr als 45 Jahre aktiv im Gesangverein Liederkranz.

 

Tätigkeit im Madonnenberg-Verein: Bis zu seinem Tode war er für die Pflege des Weinbaus verantwortlicher Altwinzer. - Verstorben am 12. August 2011.

 

Emil Meixner, Vorsitzender 1989 - 1996

 

Geboren am 7. November 1925 in Heidelberg. Er wollte eigentlich als "technisch Begabter" Ingenieur werden. Wie bei vielen seiner Generation kam der Krieg, allerdings nicht nur einfach dazwischen. Er erkannte, dass man Verantwortung für seine Kameraden und die Sache übernehmen muss, sinnlose Befehle hinterfragen muss. Früh übernahm er erste Leitungs- und Führungsaufgaben. Fähnrich Meixner sattelte nach dem Krieg um, und schlug die Laufbahn als Lehrer für Mathematik, Physik und Chemie ein. Als Stationen seien das Heidelberger Helmholtz-Gymnasium und das Ottheinrich-Gymnasium in Wiesloch genannt. Als stellvertretender Schulleiter des Hebel-Gymnasiums in Schwetzingen bereitete sich Herr Meixner auf seine große, wie er selbst formulierte "reizvolle Aufgabe" vor. Er übernahm 1974 die Aufgabe "aus dem Nichts", genauer "aus qualvoller Enge der Realschule", die die ersten Klassen des Gymnasiums mitbeherbergte, ein Gymnasium aufzubauen, das Kurpfalz-Gymnasium. Er war der erste Leiter des Kurpfalz-Gymnasium Schriesheim. Diese führte er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1989 äußerst erfolgreich. Nach Gründung der Kommunalen Volkshochschule Schriesheim-Wilhelmsfeld im Jahre 1989 gehörte Herr Meixner vom ersten Tage bis zum Juni 2009 dem Programmausschuss der Volkshochschule an.

 

Jahrzehntelang war Herr Meixner an verantwortlicher Stelle als Vorsitzender des Vereins der Musikschule Schriesheim tätig und hat die diese bis zu seinem Tode durch sein engagiertes Wirken begleitet.

 

Tätigkeit im Madonnenberg-Verein: Als stiller Genießer, Liebhaber guten Essens, das ihm seine Frau Herta so gerne zubereitete, Kenner guter Weine, begründete er am 18. Oktober 1989 den Madonnenberg-Verein und war der erste Vorsitzende und die Seele dieser Schriesheimer Institution. 1996 wurde Emil Meixner Beiratsmitglied in unserem Verein. Bis zu seinem Tode hat er sich uneigennützig für den Madonnenberg-Verein eingesetzt. - Verstorben am 16 Januar 2012.

 

Werner Schmitt

 

Geboren am 11. April 1930 in Schriesheim. Er wurde in eine alteingesessene Schriesheimer Familie hineingeboren - seine Großmutter wohnte einst im Gaber'schen Haus, dem jetzigen Strahlenberger Hof. Werner Schmitt trat in jugendlichem Alter am 15. April 1944 als Waldarbeiter-Lehrling in die Dienste der Gemeinde Schriesheim. Seit 1969 war er als Feldhüter für Recht und Ordnung auf den Schriesheimer Feldern, Wiesen und Weinbergen zuständig - angesichts von 1100 Hektar Fläche eine verantwortungsvolle Aufgabe. Der Mann mit der grünen Dienstkleidung und der Mütze auf seinem Moped gehörte lange zum Stadtbild in Schriese. Darüber hinaus engagierte sich der Verstorbene bei vielen Aktivitäten der Stadt - sei es als "Obergrillmeister" bei Kinder- und Seniorenfesten oder als "Mundschenk" beim Mathaisemarkt.

 

Tätigkeit im Madonnenberg-Verein: Werner Schmitt pflegte auf dem Madonnenberg für unseren Verein den Wingert und das Wiesengelände. Er hat sich bleibende Verdienste um und auf dem Madonnenberg erworben. - Verstorben am 23. August 2013.

Walter Tschischka, Kuratoriums-mitglied 1998 – 2016

 

Der Ehrenpräsident der Hand- werkskammer, ist am Samstag, 17. Dezember 2016, im Kreise seiner Familie, nach langer, schwerer Krankheit allzu früh verstorben.

 

Der Diplom-Ingenieur galt als Prototyp des innovativen und engagierten mittelständischen Unternehmers.

Aus gesundheitlichen Gründen hatte er das Amt des Kammerpräsidenten zum 31. Juli 2015 aufgeben müssen, die Hoffnung auf eine Genesung erfüllte sich nun leider nicht.

 

Walter Tschischka, 1949 geboren, lernte zunächst Elektroinstallateur, studierte dann Elektrotechnik, sammelte mehrjährige Erfahrung als Projektingenieur, ehe er ein eigenes Ingenieurbüro für Automatisierungstechnik gründete. Ab 1992 war er geschäftsführender Gesellschafter eines Mannheimer Elektrotechnikunternehmens.

 

Seine Verdienste lagen neben seiner unternehmerischen Tätigkeit bereits ab 1981 im Ehrenamt. Er war Vorstandsmitglied der Elektroinnung und bis 2003 Vorsitzender der Fachgruppe Elektroinstallation. Auf Landesebene war er ab 1991 Mitglied im Vorstand der Landesinnung und hier Vorsitzender der Landesfachgruppe Elektrotechnik. Diese Funktion übte er seit 1998 auch auf Bundesebene aus.

 

Von 2004 an war er elf Jahre Präsident des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und noch kürzlich zum Ehrenpräsidenten ernannt worden.

Zugleich saß er im Präsidium des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Ferner war Tschischka in etlichen regionalen und überregionalen Institutionen und Aufsichtsräten aktiv, so bei der Berufsgenossenschaft Feinmechanik und Elektrotechnik, im Präsidium des Deutschen Institutes für Normung (DIN), aber auch bei der VR Bank Rhein-Neckar.

 

1992 wurde er zum vereidigten Sachverständigen für Elektro- und Automatisierungstechnik der Handwerkskammer bestellt.

 

Walter Tschischka ließ sich 1998 an die Spitze der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald berufen, wo er insgesamt vier Mal wiedergewählt wurde. Tschischka nahm das Amt an, machte sich als engagierter Vertreter des Handwerks weit über Mannheim und das Kammergebiet hinaus einen Namen.

 

Er legte größten Wert auf den Ausbau einer qualifizierten Handwerkerausbildung, auch in der kammereigenen Akademie als überbetriebliche Lehrlingsschulung im dualen Ausbildungssystem. Sein Doppel-Präsidentenamt im Kammer- und Verbandsbereich beförderte die Zusammenarbeit der Handwerksorganisationen.

Dieses Engagement wurde anerkannt und gewürdigt, etwa mit dem Ehrenring als höchste Auszeichnung des ZVEH samt Ehrenpräsidentschaft. Der Verstorbene trug seit 2008 das Handwerkszeichen in Gold für sein Engagement im Zentralverband des Deutschen Handwerks und seit 2009 die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg. Für seinen bildungspolitischen Einsatz wurde ihm gar das Bundesverdienstkreuz verliehen.

 

ZVEH-Präsident Lothar Hellmann hatte bei Tschischkas Ehrung dankbar erklärt, dass er mit seiner Persönlichkeit den deutschen Elektrohandwerken Gesicht und Stimme gegeben und ihnen auf vielen Ebenen politisches Gewicht verschafft habe. Diplom-Ingenieur Walter Tschischka hinterlässt Frau, zwei Kinder und einen Enkelsohn.

Anschrift

Weinbau Madonnenberg Schriesheim e. V.
c/o Rathaus

Friedrichstr. 28 - 30
69198 Schriesheim

Telefon: +49 6203 602101

E-Mail: madonnenberg@web.de

 

 

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